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Baum des Jahres 2017: die Fichte

Stiftung Wald für Sachsen

Gelber Staub, welcher an Fensterbänken, Gartenmöbeln, Autos und sonst überall zu entdecken ist. Dabei handelt es sich nicht um Staub der Sahara oder aus Industrieanlagen. Nein, er stammt von einem sehr bekannten und beliebten Baum. Unserem Baum des Jahres 2017, der Fichte. Denn je nachdem, wie gut der Zustand des Baumes ist, blüht er nur aller vier bis sieben Jahre in außergewöhnlich starker, gelber Blütenpracht. Ist der Zustand der Fichte nicht der Beste, beginnt ihre Blüte eher, damit die Vermehrung trotzdem stattfinden kann, bevor der Baum stirbt. Für die gelbe Färbung sind übrigens die Pollen der männlichen Blüten verantwortlich. Dieser Anblick wurde auch schon als „Schwefelregen“ bezeichnet.

Doch die Fichte zeichnet sich nicht nur einen wunderschönen und gleichzeitig auch belastenden Pollenregen aus, sie hat auch einen anderen Nutzen. Sie ist der wohl bedeutendste Baum der deutschen Forstwirtschaft.

Sie dient, durch ihre Robustheit, vor allem als Bauholz (z.B. Hausbau oder Möbel) oder Industrieholz zur Papierherstellung. Desweiteren ist sie durch ihre oft makellose und gleichmäßige Holzstruktur zur Herstellung von Musikinstrumenten geeignet.

Auch schon bei den alten Griechen war sie sehr beliebt. Damals war der dünne, aber große Baum dem Gott des Meeres, Poseidon, gewidmet. Was hat ein Baum mit den Göttern des Meeres zu tun? Früher wurden die Masten der Segelschiffe häufig aus Fichtenholz hergestellt. Der bei den Seemännern gefürchtete Klabautermann ist eigentlich ein Schutzgeist des Waldes, welcher mit dem Fichtenmast auf das Schiff gelangte. Dort rächte er sich für den Raub der Fichte und entführte Seeleute.

Auch unser heutzutage sogenannter Maibaum steht mit der Fichte in Zusammenhang. Das Baumheiligtum der Germanen, die Irminsäule, soll ebenfalls ursprünglich eine Fichte gewesen sein.

Bei den Römern stand die Fichte als Symbol der Hoffnung, da sie so kräftig wirkt und schnell wächst. Bei Begräbnissen werden deshalb auch heute noch Fichtenzweige eingesetzt.

Im Glauben der Germanen galt sie als Schutzbaum, Mutterbaum oder auch Lebensbaum. Die Essenz der Fichte weise uns den richtigen Weg, wenn wir uns verirrt haben und soll von Abhängigkeiten befreien und Klarheit bei Verstrickungen liefern. Die Pyramidenform symbolisiert eine starke Antenne für Lebensenergie.

Bis in die 60er Jahre, war sie auch der bevorzugte Weihnachtsbaum, bis die Nordmanntanne sie mit ihren längeren und weicheren Nadeln ersetzte.

Das ätherische Öl der Fichte wird bis heute noch genutzt. Es ist empfehlenswert zur Behandlung von Bronchitis. In Badezusätzen hilft es gut bei Rheuma und fördert die Durchblutung.

Fichten wurden in Zeiten großer Holzknappheit stark forstwirtschaftlich genutzt und deshalb leider auch oft in Monokulturen angebaut, wodurch die Wälder aus dem Gleichgewicht gerieten und sich dadurch Schädlinge verbreiten konnten. Zum Beispiel der Buchdrucker, oder auch Großer Achtzähniger Fichtenborkenkäfer genannt, fällt der Fichte oft zur Last, indem er seine Brutsysteme in der Rinde der Wirtsbäume anlegt.

Trotzdem dauerhafte Staunässe, zu heißes oder zu trockenes Klima von der Fichte nicht vertragen wird, ist sie relativ anspruchslos. Ihr genügt ein kühler, feuchter und schattiger Platz, da sie sehr winterhart ist und deshalb auch in kalten Zonen, in denen Laubbäume nicht mehr wachsen, gut gedeihen kann. Noch vor der Rotbuche ist die Fichte der am häufigsten vorkommende Baum in Mischwäldern.

Nicht nur im Wald, auch in Gärten sieht man häufig die Fichte. Doch aufgrund der starken, ganzjährigen Schattenbildung und erhöhten Windwurfanfälligkeit (Flachwurzler) ist sie nicht für kleine Grundstücke zu empfehlen.

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