Klimaschutz

Waldmehrung mindert effektiv den Treibhauseffekt.

Neue Wälder entziehen der Atmosphäre CO2 durch die Bildung von Biomasse (Stamm-, Ast-, Wurzelholz, Blätter/Nadeln, Humus).

Nach Schätzungen der maßgeblichen internationalen Experten-
kommission, dem IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), stehen weltweit ca. 345 Millionen Hektar Flächen für Aufforstungen zur Verfügung. Würde man diese Fläche bewalden, könnten die neuen Wälder Jahrzehnte lang jährlich etwa 1/3 der CO2-Menge kompensieren, die jedes Jahr in die Atmosphäre gelangt.

Treibhauseffekt

Im allgemeinen Sprachgebrauch beschreibt das Phänomen "Treibhauseffekt" eine ungezügelte Erwärmung der Erdatmosphäre mit all ihren negativen Konsequenzen. Man muss aber klar unterscheiden zwischen einem natürlichen und einem anthropogenen, durch den Menschen verursachten, Treibhauseffekt. Der natürliche Treibhauseffekt besagt, dass die Erde mit einer Schicht klimawirksamer Gase umgeben ist, durch die kurzwellige Sonnenstrahlung zur Erde gelangt. Dort wird sie in langwellige Strahlung umgewandelt, deren Rückstrahlung in den Weltraum durch die Gasschicht gebremst wird. Dieser Effekt führt dazu, dass sich die Durchschnittstemperatur auf der Erde von Minus 18°C auf Plus 15°C erhöht. Dieser Treibhauseffekt ist also unbedingte Voraussetzung für jegliches Leben auf der Erde.

Aufgrund menschlicher Aktivitäten - vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger und durch Landnutzungsänderungen, insbesondere die Vernichtung von Wäldern - kommt es zu einer Anreicherung klimawirksamer Gase in der Atmosphäre. Der natürliche Treibhauseffekt wird durch den anthropogenen Treibhauseffekt verstärkt. Die Kehrseite von Fortschritt, Entwicklung, Zivilisation und Wohlstand ist ein Rucksack von bisher ca. 600 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2), die zusätzlich zur vorindustriellen CO2-Menge in der Atmosphäre angereichert wurden.
Stiftung Wald für Sachsen

Hauptursachen sind:

  • großflächige Waldzerstörung und geänderte Landnutzung
  • durch Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdgas, Erdöl und Kohle zur Energiegewinnung
  • Sekundärenergie im Verkehrsbereich, der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion und beim Gebrauch von Produkten

Folgen des Treibhauseffektes

Mehr klimawirksame Gase bedeuten eine höhere Durchschnittstemperatur, die zu verstärktem Austausch von Luftmassen, zu Stürmen, Überschwemmungen, Dürren und anderen Wetteranomalien führt bis zur deutlichen Verschiebung von Klimazonen:

  • Klimaveränderungen: Längere Trockenperioden in den Subtropen, Ansteigen der Niederschlagshäufigkeit und -intensität in mittleren bis polaren Breiten
  • Witterungsextreme: Zunahme der Windgeschwindigkeiten und der Wirbelstürme, Ausweitung von Überschwemmungsgebieten, höherer Meeresspiegel
  • Verschieben der Vegetationszonen: Nordischer Nadelwald geht zurück. Steppen dehnen sich aus. Wüsten rücken vor.

Klimaschutz in Sachsen

Natürlich wirkt jeder Hektar neuen Waldes auch in Sachsen auf den CO2-Haushalt der Atmosphäre. Ein Hektar neuen Laubmischwaldes kann unter mitteleuropäischen Verhältnissen in seiner Lebenszeit bis zu 10 Tonnen CO2 pro Jahr binden. Ein Effekt, der noch verstärkt wird, wenn das in unseren Wäldern produzierte Holz langfristige Verwendungen findet: Je länger Holz in Produkten erhalten bleibt, desto länger wird Kohlenstoff über die Lebensdauer eines Baumes hinaus gespeichert.

Mehr Informationen auf: www.prima-klima-weltweit.de

 

 

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