Wasserschutz

Hochwasserschutz

Wälder festigen den Boden durch ihr Wurzelgeflecht. Dadurch vermindern sie die Erosion durch Wasser. Der Waldboden dient als Wasserspeicher und gibt auch nach längeren Trockenzeiten Wasser an die Umgebung ab. In einen ebenen Waldboden können 60 bis 70 Liter Wasser pro Quadratmeter aufgenommen werden. Auf Weideflächen sind es in gleicher Lage und Zeit nur 20 Liter.

Die Eigenschaften des Bodens beeinflussen die Verteilung des Wassers, welches ins Grundwasser versickert oder oberflächlich über Flüsse abfließt. Dies ist vor allem für das Entstehen von Hochwasserereignissen von Bedeutung. Von den Bodeneigenschaften hängen auch die Schutzwirkung gegenüber Bodenerosion, Vernässung und Hochwasser, die nutzbare Wassermenge und die Wasserqualität ab. Ein Hektar Wald kann bis zu 2 Millionen Liter Wasser speichern, die er langsam und stetig wieder abgibt. 

Trinkwasser

Wald hat eine große Bedeutung für qualitatives Trinkwasser. Wasserschutzgebiete liegen überwiegend in Wäldern. Durch die Reinigungswirkung des Waldes können über 60% des Trinkwassers völlig naturbelassen und ohne weitere Aufbereitung direkt von den Quellen oder den Brunnen genutzt werden. Ein guter Zustand des Waldbodens ist für die Qualität des Grundwassers und der Oberflächengewässer besonders ausschlaggebend.

Trotz der hohen Schadstoffeinträge durch Luft und Wasser ist im Wald gebildetes Wasser weitaus geringer belastet als das aus landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Die Reinigung des Wassers geschieht beim Durchwandern der verschiedenen Vegetationsschichten und des Waldbodens. Schadstoffe werden gebunden oder umgewandelt.

Kommt es allerdings zu sehr großen und kontinuierlichen Stoffeinträgen aus der Atmosphäre, so reichern sich dabei ausgefilterte Stoffe im Ökosystem an. Dies geschieht solange, bis die Speicherkapazität erschöpft ist. Folglich kann es zu Überangeboten einzelner Stoffe oder zu Versauerung des Bodens kommen (z.B. bei Stickstoff). Das Sickerwasser wäscht die im Boden angereicherten Stoffe aus und kann sie so ins Grundwasser transportieren und es belasten.

Durch ständige Kontrolle des Grundwassers und notfalls durch Waldbewirtschaftungsmaßnahmen, kann einem Qualitätsverlust des Grundwassers vorgebeugt werden.

Die Walderhaltung und Waldmehrung sind ein bedeutender Beitrag zur Sicherung unseres Trinkwassers und zum Hochwasserschutz.

 

 

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