Herzlich Willkommen auf den Seiten der Stiftung Wald für Sachsen. Wir engagieren uns für den Waldschutz in Sachsen und der Bewahrung der Natur durch die Gestaltung einer naturnahen Umwelt.

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Die Stiftung Wald für Sachsen engagiert sich für den Waldschutz in Sachsen und die Bewahrung der Natur durch die Gestaltung einer naturnahen Umwelt.

Neuigkeiten

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Versprechen eingelöst

Stiftung Wald für Sachsen

Als Nachtrag zur Pflanzaktion der Oberschüler aus Brandis im Frühjahr 2019 (siehe Waldblick 1/2019: 1500 Kiefern für Mörtitz) löste die Stiftung Wald für Sachsen ihr damals gegebenes Versprechen ein, mit der damals nicht beteiligten Klasse 6a einen Klimabaum in Brandis zu pflanzen. In Absprache mit der Stadtverwaltung Brandis wurde auf dem städtischen Friedhof gemeinsam mit den inzwischen Siebtklässlern, im Beisein von Herrn Bürgermeister Jesse und Frau Schmähl vom Stadtjournal Brandis der Baum des Jahres 2019, die Flatterulme, gepflanzt. Die Stiftung bedankt sich damit für die im Rahmen des Projekts „Genialsozial“ für die Waldmehrung zur Verfügung gestellten Spenden. Mit viel Engagement und Spaß halfen alle Schülerinnen und Schüler, ihren Baum, den sie auf den Namen „Eberhard-Günter Grün“ tauften, fachgerecht zu pflanzen. Sie versprachen, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen und ggf. mit etwas Gießwasser nachzuhelfen.

Gemeinsames Positionspapier der forstlichen Vereine und Verbände Sachsens

Stiftung Wald für Sachsen

Multifunktionale Forstwirtschaft im Freistaat Sachsen
- die Ökosystemleistungen des Waldes stärken


Positionspapier der forstlichen Vereine und Verbände im Freistaat Sachsen

Die vielfältige Inanspruchnahme des Waldes, der in Sachsen knapp 30 % der Fläche bedeckt, nimmt in der heutigen Zeit immer mehr zu. Als Lieferant des nachhaltigen Rohstoffs Holz hat die Forstwirtschaft eine herausragende Bedeutung auch für die Minderung der Folgen des Klimawandels. Aller-
dings steht die sächsische Forstwirtschaft durch Stürme, Dürre und Borkenkäferkalamitäten in den letzten beiden Jahren, durch Forderungen des Naturschutzes nach Bewirtschaftungseinschränkungen und Flächenstilllegungen sowie durch die intensive Nutzung des Waldes durch Erholungssuchende mit neuen Trendsportarten vor großen Herausforderungen.
Vor diesem Hintergrund haben die dem Wald und der Forstwirtschaft verbundenen Vereine und Verbände im Freistaat Sachsen dieses Positionspapier erarbeitet, welches das Bewusstsein für die vielfältigen Leistungen des Waldes stärken möchte, eine höhere Anerkennung von multifunktionaler
Forstwirtschaft fordert sowie eine angemessene Honorierung der vielfältigen Ökosystemleistungen der Forstbetriebe empfiehlt.

Zum Öffnen der Bilder und Anzeigen des Bildtextes Rechtsklick auf dem Bild (Grafik anzeigen oder Bild öffnen).

(Quelle Fotos: Franz Matschulla; Fly Pixx; Tilman Peters; SWS (3x); Martin Schubert (3x); Dr. Michael Sachse (2x); Andreas Pommer (4x))

Selten und bedroht: Die Flatterulme ist Baum des Jahres 2019

Stiftung Wald für Sachsen

Die Flatterulme ist eine seltene Baumart, deren Erhalt einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leistet. Sie wurde im November vom Kuratorium „Baum des Jahres“ zum Baum des Jahres 2019 ernannt. Die Flatterulme ist die Leitbaumart heute selten gewordener Bach­ und Flußauen. Manche Arten wie der Ulmenblattfloh kommen nur an der Flatterulme vor. Auch für alle anderen spezialisierten Ulmenbesiedler wie den Ulmenzipfelfalter ist sie eine „Rettungsinsel“ dort, wo die anderen beiden Ulmenarten dem Ulmensterben zum Opfer fielen. Seit über hundert Jahren kämpfen die Ulmen mit einem Pilz, der über den Kleinen und Großen Ulmensplintkäfer übertragen wird. Das Myzel wächst in den Leitbahnen des Baumes und unterbricht die Versorgung der Blätter und Äste. Erst sterben die Äste ab, dann der ganze Baum. Jüngere Bäume halten nicht lange durch, bei älteren zieht sich der Prozess über mehrere Jahre, so dass sich in all den Jahren die Zahl der Ulmen stark vermindert hat. Im Gegensatz zur Berg­ und Feldulme ist die Flatterulme gegenüber dem Ulmensterben am wenigsten anfällig. Die Ulmensplintkäfer fliegen die Flatterulme wegen ihrer besonde

ren Rindeninhaltsstoffe und ­struktur deutlich seltener an als Berg­ und Feldulme. Dies ist der Hauptgrund, warum Flatterulmen relativ häufig Epidemien des Ulmensterbens überleben, auch wenn in der weiten Umgebung alle Berg­ und Feldulmen abgestorben sind. Die Flatterulme gehört nicht zu den Bäumen, die wir sofort erkennen. Ein Erkennungszeichen ist die Asymmetrie der Blätter am Blattgrund. Die Unterseite der Blätter ist dicht grau behaart. Ulmensamen findet man

manchmal auf Gewässern treibend. Die kleinen „Ufos“ können besonders gut schwimmen und gelangen so an neue Standorte. Die Flatterulme ist in ganz Mitteleuropa heimisch und kommt bis zu einer Höhe von 600 Meter über NN vor.

Sturm, Borkenkäfer und Trockenheit

Stiftung Wald für Sachsen

Eigentlich begannen die Probleme schon im Herbst 2017. Am 28./29. Oktober zog der Sturm „Herwart“ vor allem über das Erzgebirge und das Vogtland hinweg und hinterließ circa 640000 Kubikmeter Schadholz. Diese Holzmenge wäre beherrschbar gewesen und bis zum Frühjahr 2019 zum größten Teil beräumt. Am 18. Januar kam der Sturm „Friederike“. Diesmal waren vor allem die Wälder im Tief- und Hügelland in Sachsen betroffen. Die Schadholzmenge lag bei circa 1,2 Millionen Kubikmetern. Beide Stürme zusammen übertreffen bei weitem das Schadausmaß des Sturmtiefs „Kyrill“ im Jahr 2007. Die Wälder hätten jetzt ein kühles und feuchtes Frühjahr gebraucht, damit der Borkenkäfer, welcher durch das viele Schadholz ideale Brutbedingungen hat, sich nicht entwickeln kann. Es kam aber anders. Der Sommer begann gefühlt schon im April und dauerte bis in den Oktober hinein. Große Hitze und langanhaltende Trockenheit schwächten die Bäume und machten sie anfällig gegenüber Insekten.Die neu angelegten Kulturen vertrockneten. Es waren hohe Ausfälle zu beklagen. Für den Borkenkäfer waren das ideale Bedingungen. Die Käfer konnten sich im Schadholz massenhaft vermehren. Ab August stieg der Stehendbefall schnell an, das heißt, die Käfer befallen die durch Trockenstress geschwächten Fichten und bringen diese zum Absterben. Bis Ende September wurden in Sachsen über 400000 Kubikmeter Käferholz registriert. Diese Menge wird sich bis Jahresende noch steigern. Auch im nächsten Jahr ist aufgrund der hohen Käferdichte mit weiterem Schadholz zu rechnen. Helfen kann vor allem ein feuchtes und kühles Frühjahr 2019, damit die Entwicklung der Borkenkäfer gehemmt wird. Das Jahr 2018 hat gezeigt, dass der Klimamandel Realität ist und wir verstärkt die Auswirkungen spüren. Es wird klar, dass nur ein großflächiger Waldumbau, vor allem mit Weißtanne und verschiedenen Laubbäumen wie Eiche, Bergahorn und Buche, die Situation langfristig stabilisieren kann. Sachsen ist hier in den vergangenen 25 Jahren schon ein Stück vorangekommen. Diese Anstrengungen müssen jetzt nochmals intensiviert werden, um die Generationenaufgabe Waldumbau erfolgreich fortzusetzen. Voraussetzung für den Waldumbau sind angepasste Wildbestände. In weiten Teilen Sachsens können die genannten Baumarten nicht ohne intensive Schutzmaßnahmen gepflanzt beziehungsweise natürlich verjüngt werden. Hier ist eine Reduzierung der Rot-, Reh­, Muffel­ und Damwildbestände alternativlos. Wir Förster werden uns dieser Aufgabe stellen, um unseren Enkeln gesunde Wälder zur Nutzung von Holz, zur Erholung und zur Erbringung der verschiedenen Schutzfunktionen zu hinterlassen.