Herzlich Willkommen auf den Seiten der Stiftung Wald für Sachsen. Wir engagieren uns für den Waldschutz in Sachsen und der Bewahrung der Natur durch die Gestaltung einer naturnahen Umwelt.

54 Städtelner Straße
Markkleeberg, SN, 04416
Germany

Die Stiftung Wald für Sachsen engagiert sich für den Waldschutz in Sachsen und die Bewahrung der Natur durch die Gestaltung einer naturnahen Umwelt.

Neuigkeiten

Praesent commodo cursus magna, vel scelerisque nisl consectetur et. Curabitur blandit tempus porttitor. Fusce dapibus, tellus ac cursus commodo, tortor mauris condimentum nibh, ut fermentum massa justo sit amet risus. Cras mattis consectetur purus sit amet fermentum. Cras mattis consectetur purus sit amet fermentum.

Selten und bedroht: Die Flatterumle ist Baum des Jahres 2019

Stiftung Wald für Sachsen

Die Flatterulme ist eine seltene Baumart, deren Erhalt einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leistet. Sie wurde im November vom Kuratorium „Baum des Jahres“ zum Baum des Jahres 2019 ernannt. Die Flatterulme ist die Leitbaumart heute selten gewordener Bach­ und Flußauen. Manche Arten wie der Ulmenblattfloh kommen nur an der Flatterulme vor. Auch für alle anderen spezialisierten Ulmenbesiedler wie den Ulmenzipfelfalter ist sie eine „Rettungsinsel“ dort, wo die anderen beiden Ulmenarten dem Ulmensterben zum Opfer fielen. Seit über hundert Jahren kämpfen die Ulmen mit einem Pilz, der über den Kleinen und Großen Ulmensplintkäfer übertragen wird. Das Myzel wächst in den Leitbahnen des Baumes und unterbricht die Versorgung der Blätter und Äste. Erst sterben die Äste ab, dann der ganze Baum. Jüngere Bäume halten nicht lange durch, bei älteren zieht sich der Prozess über mehrere Jahre, so dass sich in all den Jahren die Zahl der Ulmen stark vermindert hat. Im Gegensatz zur Berg­ und Feldulme ist die Flatterulme gegenüber dem Ulmensterben am wenigsten anfällig. Die Ulmensplintkäfer fliegen die Flatterulme wegen ihrer besonde

ren Rindeninhaltsstoffe und ­struktur deutlich seltener an als Berg­ und Feldulme. Dies ist der Hauptgrund, warum Flatterulmen relativ häufig Epidemien des Ulmensterbens überleben, auch wenn in der weiten Umgebung alle Berg­ und Feldulmen abgestorben sind. Die Flatterulme gehört nicht zu den Bäumen, die wir sofort erkennen. Ein Erkennungszeichen ist die Asymmetrie der Blätter am Blattgrund. Die Unterseite der Blätter ist dicht grau behaart. Ulmensamen findet man

manchmal auf Gewässern treibend. Die kleinen „Ufos“ können besonders gut schwimmen und gelangen so an neue Standorte. Die Flatterulme ist in ganz Mitteleuropa heimisch und kommt bis zu einer Höhe von 600 Meter über NN vor.

Sturm, Borkenkäfer und Trockenheit

Stiftung Wald für Sachsen

Eigentlich begannen die Probleme schon im Herbst 2017. Am 28./29. Oktober zog der Sturm „Herwart“ vor allem über das Erzgebirge und das Vogtland hinweg und hinterließ circa 640000 Kubikmeter Schadholz. Diese Holzmenge wäre beherrschbar gewesen und bis zum Frühjahr 2019 zum größten Teil beräumt. Am 18. Januar kam der Sturm „Friederike“. Diesmal waren vor allem die Wälder im Tief- und Hügelland in Sachsen betroffen. Die Schadholzmenge lag bei circa 1,2 Millionen Kubikmetern. Beide Stürme zusammen übertreffen bei weitem das Schadausmaß des Sturmtiefs „Kyrill“ im Jahr 2007. Die Wälder hätten jetzt ein kühles und feuchtes Frühjahr gebraucht, damit der Borkenkäfer, welcher durch das viele Schadholz ideale Brutbedingungen hat, sich nicht entwickeln kann. Es kam aber anders. Der Sommer begann gefühlt schon im April und dauerte bis in den Oktober hinein. Große Hitze und langanhaltende Trockenheit schwächten die Bäume und machten sie anfällig gegenüber Insekten.Die neu angelegten Kulturen vertrockneten. Es waren hohe Ausfälle zu beklagen. Für den Borkenkäfer waren das ideale Bedingungen. Die Käfer konnten sich im Schadholz massenhaft vermehren. Ab August stieg der Stehendbefall schnell an, das heißt, die Käfer befallen die durch Trockenstress geschwächten Fichten und bringen diese zum Absterben. Bis Ende September wurden in Sachsen über 400000 Kubikmeter Käferholz registriert. Diese Menge wird sich bis Jahresende noch steigern. Auch im nächsten Jahr ist aufgrund der hohen Käferdichte mit weiterem Schadholz zu rechnen. Helfen kann vor allem ein feuchtes und kühles Frühjahr 2019, damit die Entwicklung der Borkenkäfer gehemmt wird. Das Jahr 2018 hat gezeigt, dass der Klimamandel Realität ist und wir verstärkt die Auswirkungen spüren. Es wird klar, dass nur ein großflächiger Waldumbau, vor allem mit Weißtanne und verschiedenen Laubbäumen wie Eiche, Bergahorn und Buche, die Situation langfristig stabilisieren kann. Sachsen ist hier in den vergangenen 25 Jahren schon ein Stück vorangekommen. Diese Anstrengungen müssen jetzt nochmals intensiviert werden, um die Generationenaufgabe Waldumbau erfolgreich fortzusetzen. Voraussetzung für den Waldumbau sind angepasste Wildbestände. In weiten Teilen Sachsens können die genannten Baumarten nicht ohne intensive Schutzmaßnahmen gepflanzt beziehungsweise natürlich verjüngt werden. Hier ist eine Reduzierung der Rot-, Reh­, Muffel­ und Damwildbestände alternativlos. Wir Förster werden uns dieser Aufgabe stellen, um unseren Enkeln gesunde Wälder zur Nutzung von Holz, zur Erholung und zur Erbringung der verschiedenen Schutzfunktionen zu hinterlassen.

Hartnäckigkeit hat sich gelohnt

Stiftung Wald für Sachsen

Im Mai 2009 hat die Stiftung Wald für Sachsen eine Erstaufforstungsgenehmigung für 4,5 Hektar auf zwei getrennt liegenden Flurstücken in der Gemarkung Seyde im Osterzgebirge beantragt. Die Flächen wurden intensiv als Grünland genutzt. Aus unserer Sicht sprach nichts gegen eine Erstaufforstung. Dies sah die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Sächsische Schweiz­Osterzgebirge anders, und es begann ein jahrelanger Rechtsstreit. Trotz eines positiven Anhörungsergebnisses der Naturschutzverbände hat das Landratsamt Sächsische Schweiz­Osterzgebirge im November 2009 die Erstaufforstung überwiegend nicht genehmigt. Ein von der Stiftung vorgeschlagener Ortstermin, um einen Kompromiss zu erzielen, wurde von der Behörde abgelehnt. Auch im Widerspruchs verfahren im Februar 2011 wurde die Erstaufforstungsgenehmigung versagt. Das bisher längste Genehmigungsverfahren für eine Erstaufforstung, das die Stiftung Wald für Sachsen beantragte, endetet nach mehr als neun Jahren im Juni 2018 mit einem Vergleich. Dem Voraus ging ein Rechtsstreit mit dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Ein Kommentar von Henrik Lindner, Geschäftsführer der Stiftung Wald für Sachsen:

Die Stiftung reichte im März 2011 Klage beim Verwaltungsgericht ein. Bis zum Urteil hat es drei Jahre gedauert. Im Ergebnis der Klage hätte die Stiftung 1,15 Hektar auf dem Flurstück 195, Gemarkung Seyde, aufforsten dürfen. Die Aufforstung von 3,35 Hektar auf dem Flurstück 246/3, Gemarkung Seyde wurde abgelehnt. Mit diesem Ergebnis waren wir nicht zufrieden, da die Begründung des Urteils nicht schlüssig war und unsere Argumente nicht genügend gewürdigt wurden. Im April 2014 beantragte die Stiftung Berufung beim Oberverwaltungsgericht. Im Juni 2015 wurde die Berufung zugelassen. Das Oberverwaltungsgericht hat im Jahr 2017 einen Vergleich zwischen den Parteien vorgeschlagen. Die Stiftung hat dem zugestimmt, wenn die Vergleichsverhandlungen im Rahmen eines Ortstermins stattfinden. Dies hat das Gericht aufgegriffen. Im Juni 2018 fand die Vergleichsverhandlung vor Ort statt. Im Ergebnis kann die Stiftung den überwiegenden Teil des Flurstückes 246/3 aufforsten. Unsere Argumente waren überzeugend. Insgesamt können mehr als 80 Prozent der ursprünglich beantragten Fläche aufgeforstet werden. Dieses Ergebnis wäre auch ohne diese Reise durch die Instanzen möglich gewesen. Hätte das Landratsamt unseren Vorschlag aufgegriffen und damals schon einem Ortstermin zu Beginn des Genehmigungsverfahrens im Jahr 2009 zugestimmt, wäre dieses Ergebnis als Kompromiss möglich gewesen. Man hätte sich viel Zeit, Ärger und Geld sparen können. Die Bäume wären heute sicherlich schon bis zu vier Meter hoch. Die Genehmigungsbehörde hat aber nicht mit unserer Ausdauer gerechnet. Viele Privatpersonen hätten sicherlich nicht die Kraft aufgebracht, um dieses Verfahren durchzuziehen. Die Flächen können nun im Frühjahr 2019 mit standortheimischen Baum­ und Straucharten bepflanzt werden und mittel- bis langfristig auch dem Hochwasserschutz dienen. Wir werden über den Fortgang des Projektes berichten

Elftes gemeinsames Projekt

Stiftung Wald für Sachsen

Am 8. November brachten Schüler der Grundschule Thallwitz, angeleitet von den Mitarbeitern der Stiftung Wald für Sachsen, mehr als 620 Bäume in die Erde. Cornelia Sommerfeld als Vertreterin von MITGAS, Gerald Lehne, 1. Beigeordneter des Landkreises Leipzig, Kay Ritter, Leiter des Wahlkreisbüros der Landtagsabgeordneten Hannelore Dietzschold (CDU) und Gerhard Wilhelm, 1. stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Zwochau, halfen dabei tatkräftig mit. Später ergänzte ein regionales Forstunternehmen die noch fehlenden Bäume und Sträucher. Gepflanzt wurden Traubeneiche, Vogelkirsche, Flatterulme, Hainbuche, Winterlinde, Esskastanie, Haselnuss, Schlehe, Weißdorn und Wildobst. Das Grundstück stellte ein privater Eigentümer zur Verfügung. Der Ortsteil Zwochau der Gemeinde Thallwitz verbindet die Ausläufer der Dahlener Heide mit den Hohburger Bergen. Diese ist geprägt durch eine jahrhundertelange land- und forstwirtschaftliche Nutzung, aber auch einen intensiven Gesteinsabbau. In den vergangenen Jahrzehnten wuchs auch das Interesse an der touristischen Erschließung der Region. Das abwechslungsreiche Landschaftsbild mit offenen Flächen, kleineren Waldinseln und Feldgehölzen und den aus der Landschaft herausragenden Hohburger Bergen trugen dazu bei. Die Bevölkerung ist sehr heimatverbunden. So begrüßt Bürgermeister Thomas Pöge ausdrücklich die Initiative der Waldmehrung in diesem Ortsteil seiner Gemeinde. Die Schüler der Grundschule Thallwitz waren sofort begeistert, durch die Pflanzung einen Beitrag zum Schutz dieser Landschaft zu leisten. Der neu entstehende Wald wird einen sanften Übergang von bewohnten Bereichen zum angrenzenden Wald schaffen und somit einen effektiven Biotopverbund zu ermöglichen. Er soll natürlich auch dazu beitragen, das Landschaftsbild und das lokale Klima positiv zu beeinflussen.

1150 Bäume schnell gepflanzt

Stiftung Wald für Sachsen

Ebenfalls am 27. Oktober waren die Geocacher wieder unterwegs, um neues Grün zu pflanzen. Vor einem Jahr hatten sie in Dechwitz, in der Nähe des Störmthaler Sees, mit der Komplettierung einer durch hohe Ausfallraten gezeichneten Erstaufforstung begonnen.Nach einem Jahr konnte ein erfolgreiches Anwachsen der damals auf 50 Prozent der Fläche gepflanzten Bäume bescheinigt werden, sodass nun die komplette Fertigstellung in Angriff genommen wurde. Rund 40 freiwillige Helfer, die teilweise mit Mann und „Mäuschen“ anrückten, pflanzten die noch ausstehenden 1150 Bäume in kurzer Zeit, aber guter Qualität, sodass noch genügend Zeit für ein gemeinsames Grillen und gute Gespräche blieb. Für das nächste Frühjahr wurden bereits Pläne für eine weitere Aktion geschmiedet. Geocacher und die Stiftung Wald für Sachsen bedanken sich bei allen Helfern.