Herzlich Willkommen auf den Seiten der Stiftung Wald für Sachsen. Wir engagieren uns für den Waldschutz in Sachsen und der Bewahrung der Natur durch die Gestaltung einer naturnahen Umwelt.

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Sturm, Borkenkäfer und Trockenheit

Stiftung Wald für Sachsen

Eigentlich begannen die Probleme schon im Herbst 2017. Am 28./29. Oktober zog der Sturm „Herwart“ vor allem über das Erzgebirge und das Vogtland hinweg und hinterließ circa 640000 Kubikmeter Schadholz. Diese Holzmenge wäre beherrschbar gewesen und bis zum Frühjahr 2019 zum größten Teil beräumt. Am 18. Januar kam der Sturm „Friederike“. Diesmal waren vor allem die Wälder im Tief- und Hügelland in Sachsen betroffen. Die Schadholzmenge lag bei circa 1,2 Millionen Kubikmetern. Beide Stürme zusammen übertreffen bei weitem das Schadausmaß des Sturmtiefs „Kyrill“ im Jahr 2007. Die Wälder hätten jetzt ein kühles und feuchtes Frühjahr gebraucht, damit der Borkenkäfer, welcher durch das viele Schadholz ideale Brutbedingungen hat, sich nicht entwickeln kann. Es kam aber anders. Der Sommer begann gefühlt schon im April und dauerte bis in den Oktober hinein. Große Hitze und langanhaltende Trockenheit schwächten die Bäume und machten sie anfällig gegenüber Insekten.Die neu angelegten Kulturen vertrockneten. Es waren hohe Ausfälle zu beklagen. Für den Borkenkäfer waren das ideale Bedingungen. Die Käfer konnten sich im Schadholz massenhaft vermehren. Ab August stieg der Stehendbefall schnell an, das heißt, die Käfer befallen die durch Trockenstress geschwächten Fichten und bringen diese zum Absterben. Bis Ende September wurden in Sachsen über 400000 Kubikmeter Käferholz registriert. Diese Menge wird sich bis Jahresende noch steigern. Auch im nächsten Jahr ist aufgrund der hohen Käferdichte mit weiterem Schadholz zu rechnen. Helfen kann vor allem ein feuchtes und kühles Frühjahr 2019, damit die Entwicklung der Borkenkäfer gehemmt wird. Das Jahr 2018 hat gezeigt, dass der Klimamandel Realität ist und wir verstärkt die Auswirkungen spüren. Es wird klar, dass nur ein großflächiger Waldumbau, vor allem mit Weißtanne und verschiedenen Laubbäumen wie Eiche, Bergahorn und Buche, die Situation langfristig stabilisieren kann. Sachsen ist hier in den vergangenen 25 Jahren schon ein Stück vorangekommen. Diese Anstrengungen müssen jetzt nochmals intensiviert werden, um die Generationenaufgabe Waldumbau erfolgreich fortzusetzen. Voraussetzung für den Waldumbau sind angepasste Wildbestände. In weiten Teilen Sachsens können die genannten Baumarten nicht ohne intensive Schutzmaßnahmen gepflanzt beziehungsweise natürlich verjüngt werden. Hier ist eine Reduzierung der Rot-, Reh­, Muffel­ und Damwildbestände alternativlos. Wir Förster werden uns dieser Aufgabe stellen, um unseren Enkeln gesunde Wälder zur Nutzung von Holz, zur Erholung und zur Erbringung der verschiedenen Schutzfunktionen zu hinterlassen.